Antifaschismus

Köln Kalk macht dicht

14. November 2011  Allgemein, Antifaschismus

Kundgebung gegen “Pro Köln / Pro NRW ” in Köln an der Kalker Kapelle am Samstag, 19.11.2011

Am 19.11. will die rassistische Partei “Pro Köln / Pro NRW” durch Köln-Kalk marschieren – angeblich aus Protest gegen das Autonome Zentrum in der Wiersbergstraße. In Wahrheit möchte die selbsternannte “Bürgerbewegung” nur einen weiteren Stadtteil aufmischen, ohne sich um die sozialen und wirtschaftlichen Probleme dort zu kümmern. Kalker Bürger/innen möchten ihr Viertel nicht dem braunen Spuk überlassen und werden die Kalker Hauptstraße dicht machen und rufen: Wir sind die Bürger/innen!
Das politisch weit gefächerte Bündnis “Schäl Sick gegen Rassismus” ruft zu einer Kundgebung auf der Kalker Hauptstraße (an der Kapelle) auf, die sich an alle Menschen in Kalk richtet, die etwas gegen PK haben. Kalker Sozialeinrichtungen & Initiativen, Kabarettisten und Musiker bestreiten ein Programm. Das “Bündnis gegen Pro Köln” ruft dazu auf, die Hauptstraße friedlich zu blockieren.
Ab 9 Uhr: Treffen auf der Hauptstraße. Ab 10 Uhr Vorprogramm an der Kalker KapelleKöln. Ab 11 Uhr: Kundgebung mit Kalker Initiativen und Gruppen, Wortkunst und Musik.

Mehr Infos zur Blockade unter www.dazwischengehen.mobi

Für eine antirassistische Partei DIE LINKE.

02. August 2011  Allgemein, Antifaschismus, Migration
© wildworx - Fotolia.com

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Wir setzen uns für die Stärkung antirassistischer Politik in der Partei DIE LINKE. ein. Diskriminierung, Rassismus und Sündenbockpolitik verletzen die Würde der betroffenen Menschen und verhindern Solidarität und gemeinsame Gegenwehr gegen Krieg und Sozialabbau. Die Verunsicherung von Millionen von Menschen in Deutschland und Europa durch Wirtschafts- und Finanzkrisen hat seit dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts Rechtspopulismus, autoritären Tendenzen, Antisemitismus und im besonderen Maße antimuslimischem Rassismus einen neuen Schub gegeben.

DIE LINKE. muss handeln, wenn Menschen auf Grund ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Religion, oder ihrer vermeintlichen genetischen Disposition verächtlich gemacht und diskriminiert werden. Deshalb stehen wir immer wieder gegen solche Positionen auf. Wer soziale Fragen ethnisiert und biologisiert, verschleiert, dass Chancengleichheit nicht eine Frage der Gene ist, sondern der Sozial-, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik!

Die Partei muss dies immer wieder in ihrer konkreten politischen Arbeit klar stellen. DIE LINKE. muss deutlich machen, dass sie Chancengleichheit und Teilhabe in der Partei selbst herstellt. Dies bedeutet, dass sich die gesellschaftliche Vielfalt auch auf allen Ebenen der eigenen  Partei und ihrer Fraktionen widerspiegeln muss. Dazu gehört, dass die Partei immer klarstellt, dass wir für Rassisten, Antisemiten und Sozialdarwinisten in dieser Partei keinen Platz haben!
Wir müssen uns zu Wort melden und wir werden das Feld nicht den Rassisten überlassen. Gerade heute benötigen wir mehr antirassistische Arbeit als noch vor ein paar Monaten. Wir solidarisieren uns mit dem Kampf der Genossinnen und Genossen, die vor Ort sind.

Unterzeichnet von: Rainer Schneider, Thomas Klein, Tomás Santillán, Rainer Dlg, Melisa D., Peter T., Egon Maria Siegrist, FWS,